Richtig beleuchten - Basics


So setzt du Bühnen, Künstler 
und Redner perfekt in Szene

Die richtige Beleuchtung macht den Unterschied zwischen einer flachen, langweiligen Szene und einem lebendigen, natürlichen Bildeindruck. Doch wie viele Scheinwerfer braucht man eigentlich und wo platziert man sie? Die Antwort liegt in der Nachahmung des natürlichen Lichts.

Die 45-Grad-Regel: Der Schlüssel zu natürlicher Beleuchtung

Unsere Sehgewohnheiten sind vom Sonnenlicht geprägt. Dieses trifft tagsüber im Mittel aus einem Winkel von etwa 45 Grad von oben und von der Seite auf uns. Diese Position sorgt für eine optimale Plastizität.

Das Optimum: 45° von oben und 45° von der Seite. Diese Anordnung betont die Gesichtszüge, vermeidet störende Schatten und entspricht unserer natürlichen Wahrnehmung.
 
Hinweis: In der Praxis werden häufig Winkel zwischen 30° und 60° verwendet, da baulich nicht immer die optimale Position möglich ist.

 

Optimale Positionierung der Scheinwerfer


So nicht:
Licht direkt von oben: Wirft harte, unnatürliche Schatten (z.B. in Augenhöhlen).
Licht direkt von vorne: Lässt das Objekt flach und konturlos wirken und kann blenden.

  

Von einer Person zur gesamten Bühne: So planst du die Beleuchtung

Um eine ganze Bühne systematisch auszuleuchten, geht man in drei Schritten vor:

Unterteile die Spielfläche in Zonen. Gehe von Aktionsflächen von je 3-4 m Durchmesser aus. Eine 10 m x 7 m (Breite x Tiefe) große Bühne lässt sich so zum Beispiel in sechs Lichtzonen einteilen.

 

Homogenes ausleuchten einer Bühne


Platziere pro Zone ein Scheinwerfer-Paar. Jede Zone wird idealerweise von zwei Scheinwerfern beleuchtet, die im 45°-Winkel von links und rechts vorne auf das Zentrum der Zone ausgerichtet sind.

Wähle die richtige Technik. Aus dem Abstand zur Bühne ermittelst du den benötigten Abstrahlwinkel (oft 10-30°) und die Leistung der Scheinwerfer. 

Hinweis: Gegenlichter heben die Künstler zusätzlich vom Hintergrund ab.

 

Mehr als nur hell: Die Magie der Mehrpunkt-Beleuchtung

Profis arbeiten selten mit nur einem Licht. Erst das Zusammenspiel mehrerer Quellen schafft Tiefe und Stimmung.

 

Zweipunktbeleuchtung: Das klassische Setup

Führungslicht: Die Hauptlichtquelle (oft hart, z.B. ein Profilscheinwerfer), setzt Akzente und erzeugt definierte Schatten.

Aufhelllicht: Eine zweite, weichere Lichtquelle (z.B. ein Fresnel-Scheinwerfer) von der gegenüberliegenden Seite. Sie hellt die harten Schatten auf und sorgt für mehr Detailzeichnung.

 

2- und 3-Punkt Beleuchtung


Dreipunktbeleuchtung: Für maximale Tiefe

Hier kommt ein Gegenlicht von hinten oben hinzu. Dieses setzt eine helle Linie um die Konturen der Person (Korona) und löst sie deutlich vom Hintergrund ab.


Den passenden LED-Scheinwerfer finden:

In dieser Übersicht haben wir alle Fresnel-Stufenlinsen und Profil-Scheinwerfer kompakt zusammengefasst. Vergleiche alle Eigenschaften, Ausstattung und Leistung auf einen Blick. So findest du schnell die passenden Scheinwerfer für deine Bühne.


Fazit

Eine gelungene Beleuchtung ist keine Zauberei, sondern folgt klaren Prinzipien. Orientiere dich am natürlichen Sonnenlicht, beginne mit der 45-Grad-Regel und baue dein Set mit Führungs-, Aufhell- und Gegenlicht systematisch auf. Dabei ist aber nichts in Stein gemeißelt. Je nach Anforderung und baulichen Möglichkeiten muss das Setup angepasst werden. Aber mit diesen Tipps schaffst du es, jede Bühne natürlich und professionell in Szene zu setzen.




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